Effektive Mikroorganismen, das Original von EMIKO Sabine Lotz Zertifizierte EM-Beraterin
Effektive Mikroorganismen,das Original von EMIKOSabine LotzZertifizierte EM-Beraterin

Clostridien mit EM® bekämpfen

 

von Online Redaktion Agrar | Jul 6, 2016 | Rinder, Stall & Tiere allgemein

Clostridien können extreme Auswirkungen auf die Gesundheit des Milchviehbestandes haben: Durchfälle, Botulismus – akut oder chronisch – sowie tödlich verlaufende Wundinfektionen gehören zu den Krankheiten, die auf die Giftwirkung verschiedener Clostridien zurückzuführen ist. Die gute Nachricht: Clostridien werden durch Milchsäurebakterien an der Vermehrung gehindert. Original EM®, das zu einem Großteil aus Milchsäurebakterien besteht, kann in betroffenen Betrieben daher wirksam und an verschiedenen Stellen eingesetzt werden, um den Clostridien-Kreislauf zu stoppen. EM®-Produkte werden aber auch vorbeugend eingesetzt und verhindern die Vermehrung pathogener Clostridien – etwa bei der Silierung.

 

Insbesondere Betriebsleiter im Norden und Nordwesten Deutschlands haben bereits schmerzlich erfahren müssen, dass Clostridien nicht nur zu wirtschaftlichen Verlusten führen, sondern auch den psychischen Druck erlebt, den ein kranker Tierbestand mit sich bringt. Chronischer oder viszeraler Botulismus tritt in diesen Gebieten vermehrt auf, und das oft schleichende Siechtum der Tiere ist kaum zu ertragen. Meist ist es eine Verkettung ungünstiger Faktoren, die zu einem geschwächten Immunsystem der Tiere führen und Clostridien im Darm einen Vermehrungsvorteil verschaffen.

 

Doch bevor wir Hintergründe und Risikofaktoren beleuchten und EM®-Tipps zur Abhilfe geben, zunächst einige Fakten zu Bakterien der Gattung Clostridium:

 

Allgemeines über Clostridien

 

Der natürliche Lebensraum anaerob lebender Clostridien ist der Boden, wo sie zusammen mit anderen Bakterien organisches Material abbauen. Darüber hinaus kommen sie in Süß- und Meerwasser-Sedimenten und im Darm von Mensch und Tier vor. Durch Staub- und Erdpartikel gelangen sie in Futter- und Lebensmittel.

Inzwischen sind über 200 Clostridien-Arten bekannt, von denen 35 krankheitserregend sind. 15 dieser 35 pathogenen Arten bilden starke, je nach aufgenommener Menge tödliche Gifte. Ungünstige Lebensbedingungen überstehen Clostridien als Sporen, die hitze- und trockenresistent sind, sogar Desinfektionsmaßnahmen überstehen und auch in sauerstoffhaltigen Umgebungen viele Jahre überdauern. Unter Luftabschluss keinem die Sporen wieder aus.
Die Anwesenheit von Milchsäurebakterien unterdrückt ihr Wachstum.

 

In der Milchwirtschaft relevante Clostridien-Arten

 

Durch die Gifte von Clostridien können drei Symptomkomplexe entstehen: Vergiftungen (auch Enterotoxämien genannt), Lähmungen und Gasödemkrankheiten. Durch die Wirkung verschiedener Clostridientoxine können die Symptome im Bestand auch gleichzeitig auftreten.

 

Clostridium perfringens kann durch seine gebildeten Toxine starke Durchfälle und Wundinfektionen verursachen. Eine zu spät erkannte Darminfektion kann zu einer Vergiftung des Tieres und bis zum Tod führen, weil die Toxine über den geschädigten Darm ins Blut übergehen.
Für Rinder stehen Impfstoffe zur Verfügung; bestandspezifische Impfstoffe sind ebenfalls möglich.

 

Clostridium botulinum bildet mit dem Nervengift Botulinum-Toxin das stärkste aller bekannten biologischen Toxine. C. botulinum ist Auslöser des klassischen Botulismus, bei dem die Tiere durch verunreinigte Silage (Tierkadaver, Erde) meist tödliche Mengen des Toxins aufnehmen, das zu Muskellähmungen und schließlich zum Tod durch Ersticken führt.
Weiterhin ist C. botulinum Auslöser des chronischen oder viszeralen (inneren) Botulismus, bei dem die Gifte erst im Darm der Tiere gebildet werden und zu einer schleichenden Vergiftung mit zunächst unspezifischen Symptomen führen, langfristig jedoch meistens mit dem Verlust des Tieres einhergehen.

 

Auch bei weiteren Clostridien-Arten wurden inzwischen festgestellt, dass sie ebenfalls Botulinumtoxine bilden.

 

Clostridium septicum und C. chauvoei können über kleine und größere Verletzungen der Haut (auch innerlich über eine verletzte Darmschleimhaut) ins Gewebe eindringen und zum (Para-)Rauschbrand führen, der sich schnell ausbreiten und innerhalb von ein bis zwei Tagen zum Tode führt, aber auch einen chronischen Verlauf nehmen kann.

 

Clostridium tyrobutyricum ist für Käsereimilch von Bedeutung. Der Keim gelangt über das Futter ins Tier und von dort über die Milch in den Käse. Dort führt er zur Nachgärung des Käses und macht ihn ungenießbar.

 

Wann können sich Clostridien im Darm der Kühe vermehren?

 

Erst wenn es zu einem Ungleichgewicht der Darmflora kommt, können sich Clostridien stark vermehren, weil ihnen die natürlichen Gegenspieler (insbes. Milchsäurebakterien) fehlen. Dieses Ungleichgewicht kann entstehen durch

 

  • viele Clostridien, die über das Futter aufgenommen werden (Fehlgärung der Silage, hohe Erdanteile oder Tierkadaver in der Silage)
  • eine Futterumstellung (insbesondere hochleistende Tiere im ersten Laktationsdrittel reagieren empfindlich)
  • Futter mit hohem Toxingehalt durch Schimmelpilze
  • Darmschädigung durch Parasiten
  • Futter mit hohen Glyphosatrückständen (Sojaschrot, MLF, belastetes Getreide)

 

Glyphosat schädigt die Gegenspieler der Clostridien

 

Die Tierärztin und Mikrobiologin Prof. Dr. Monika Krüger von der Uni Leipzig hat in langer Forschungsarbeit einen Zusammenhang zwischen Glyphosat und der Vermehrung von Clostridien gefunden. Glyphosat ist nicht nur ein Totalherbizid, es hat im Boden auch eine antimikrobielle Wirkung. Es tötet oder schwächt insbesondere gesundheitsfördernde Milchsäurebakterien, gesundheitsschädliche Keime wie Clostridien oder Salmonellen hingegen sind zum Teil resistent und können sich dank fehlender Gegenspieler ungehindert vermehren.

 

Eine ebensolche Wirkung hat Monika Krüger auch durch Glyphosatrückstände im Darm der Tiere feststellen können, wenn sie über Futtermittel wie Soja und Getreide oder Ergänzungsfuttermittel mit entsprechenden Komponenten aufgenommen wurden: Milchsäurebakterien werden geschädigt und Clostridien können sich leichter vermehren.
In Betrieben mit chronischem Botulismus hat sie vergleichsweise hohe Glyphosatrückstände im Blut der Tiere und in eingesetzten Futtermitteln nachweisen können.

Glyphosatrückstände im Futter sollten daher bei einer bestehenden Clostridien-Problematik unbedingt in Betracht gezogen, untersucht und ggf. auf rückstandsfreie Alternativen umgestellt werden.

 

Gärreste aus Biogasanlagen tragen Clostridien in den Betriebskreislauf

 

Ja nachdem, mit welchen Materialien die Anlage beschickt wird, werden bereits initial mehr oder weniger viele Clostridien in die Anlage eingebracht. Bei etwa 40°C Gärtemperatur und eher alkalischen pH-Werten finden alle Clostridien-Arten optimale Vermehrungsbedingungen vor.
Auch das Pasteurisieren des Gärsubstrates kann den Clostridien nicht ernsthaft schaden. Zwar wird ihre vegetative Form durch das kurzzeitige Erhitzen auf etwa 80°C abgetötet, den enthaltenen Sporen schadet die Erhitzung jedoch nicht. Sie bleiben lebens- und keimfähig, gelangen in den Boden und schließlich ins Futter der Tiere.

Gärreste sollten auf einem Milchviehbetrieb daher keine Rolle spielen.

 

Den Clostridien-Kreislauf durchbrechen – EM®-Empfehlungen für die Praxis

 

Bei allen Empfehlungen zum Gebrauch von original EM®-Produkten bei Clostridienproblemen geht es darum, die Clostridien-Arten durch EM® an der übermäßigen Vermehrung zu hindern und ihre Anzahl auf ein gesundes Maß zurückzudrängen: im Boden, in selbst erzeugten Silagen, auf Weiden, im Darm der Tiere und in Gülle und Mist, die als Dünger wieder auf dem Feld und Weideland eingesetzt werden. Die erfolgreichste Bekämpfung der Clostridien wird erzielt, wenn effektive Mikroorganismen in allen Bereichen des Kreislaufes eingesetzt werden.

 

Acker- und Weideflächen: Bei hohem Clostridiendruck bringt EMIKO® SoilCare eine Mischung regenerativer Mikroorganismen in den Boden, die als natürliche Gegenspieler von Clostridien fungieren. Insbesondere alle Acker- und Weideflächen – als Anfangspunkt jeder Clostridienproblematik – sollten langfristig mit original EM® versorgt werden, da vorhandene Sporen über Jahre keimfähig sind.
Über EM®-behandelte Gülle bzw. behandelten Mist gelangen die EM®-Mikroorganismen ebenfalls in den Boden.
Bei nachweislicher Clostridienproblematik sollte der Einsatz glyphosathaltiger Herbizide aus den oben genannten Gründen unterbleiben.

 

Silieren: Mit Erde versetzte, fehlgegorene oder mit Tierkadavern kontaminierte Grassilage und alle Silagen aus Silos, die auf dem Erdboden statt einer sauberen Siloplatte angelegt wurden, bergen das größte Risiko, eine hohe Anzahl verschiedener Clostridien-Arten zu beinhalten. Ein nicht zu tiefer Schnitt, die exakte Einstellung aller Geräte zum Wenden, Schwaden und Bergen, die sehr gute Verdichtung nicht zu stark angewelkter Pflanzen im Silo und der EM®-Einsatz als Silierzusatzstoff EMIKO Silan® sorgen für eine schnelle pH-Wert-Absenkung und eine sichere Milchsäuregärung, die es Clostridien nicht erlaubt, sich zu vermehren.

 

Fütterung: Die Fütterung effektiver Mikroorganismen spielt eine überaus bedeutende Rolle, um das Verdauungssystem der Tiere zu unterstützen. Das EM®-Ergänzungsfuttermittel EMIKO® CattleCare enthält neben anderen stabilisierenden Mikroorganismen eine Vielzahl lebender Milchsäurebakterien, die Clostridien an der Vermehrung hindern können. Auf diesem Wege kann die Toxinbildung der im Darm befindlichen und/oder über das Futter aufgenommenen Clostridien kontrolliert werden.
Bereits geschwächte Tiere sollten nicht nur über die Mischration versorgt werden, sondern eine zusätzliche Gabe von bis zu 150 ml EMIKO® CattleCare täglich – optimal verteilt auf zwei Gaben – direkt ins Maul erhalten.

 

Gülle und Mist: Durch die Fütterung mit effektiven Mikroorganismen kann bereits Einfluss auf die im Kot enthaltene Menge Clostridien genommen werden. Um eine weitere Vermehrung in der Gülle zu vermeiden und das Tierwohl zusammen mit der Hygiene im Stall zu verbessern, ist das Aussprühen des gesamten Stalles mit EMIKO® StableCare (mind. 2x / Woche) und die konsequente Behandlung der Gülle mit EMIKO® DungCare erforderlich.

 

Weitere Empfehlungen zur Clostridien-Kontrolle

 

1.    Futtergewinnung und Verarbeitung

  • Keimreduzierung in der Grassilage und auf dem Weidegras durch gute Grünlandpflege (schleppen im Frühjahr, keine Gärreste, keine Fremdgülle/kein Fremdmist, EM®-Gabe) und saubere Erntearbeit (Schnittzeitpunkt, Schnitthöhe, wenden, schwaden, häckseln, verdichten, Silierhilfsmittel mit EM®, saubere Siloplatte/ausreichend Wickellagen bei Ballen)
  • Keimreduzierung bei Ganzpflanzensilage durch Pflege des Ackerbodens mit EM®; Unterstützung der Mikrobiologie des Bodens, Humusaufbau, Verzicht auf Totalherbizide
  • Trockene Lagerung von Ballen, Ausreichend Vorschub im Silo

2.    Fütterung

  • Hygienisch einwandfreie Futtermittel
  • Rationen, die der Leistung des Tieres angepasst sind, regelmäßig kontrolliert werden und stets darauf ausgerichtet sind, die Pansenfermentation und das Darmmilieu im Gleichgewicht zu halten
  • Insbesondere in der Hochleistungsgruppe nur sehr vorsichtige Futterumstellungen
  • Tägliche Versorgung mit EMIKO® CattleCare zur Ergänzung regenerativer und stabilisierender Mikroorganismen

3.    Gesundheit

  • Täglich genaue Beobachtung der Tiere
  • Hygiene im Stall und beim Melken
  • Parasitenkontrolle
  • Klauenpflege
  • Sehr guter Tierkomfort, keine Überbelegung!
  • Keimreduzierung im Stall / Melkstand mit EM® & Fliegen reduzieren mit EM®

4.    Ressourcen

  • Betriebsleiter und Mitarbeiter, die nicht nur ausreichend Zeit haben, all diese Dinge umzusetzen, sondern auch entsprechend sorgfältig arbeiten
  • Bei einer vorhandenen Problematik die schnelle Einführung von EM®-Produkten, als Investition, die wirtschaftlichen Verluste unterm Strich zu stoppen und den Gesundheitsstatus der Tiere langfristig wiederherzustellen

 

Fazit

 

Original EM® und die enthaltenen Milchsäurebakterien sind ein natürlicher Gegenspieler von Clostridien und verhindern daher wirksam deren übermäßige Vermehrung. Clostridien können durch ihre gebildeten Toxine zu verschiedenen Krankheiten bis hin zum Tod des Tieres führen und verursachen daher enorme wirtschaftliche Verluste. Die Clostridientoxine werden entweder direkt mit dem Futter aufgenommen (z. B. Botulinumtoxin) oder im Darm des Tieres gebildet (verschiedene Toxine möglich) und können auf diesem Wege zum schnellen Tod oder schleichender Vergiftung führen (chronischer Botulismus).

 

EM®-Produkte können die Vermehrung von Clostridien im Boden, in Silagen, im Darm und in der Gülle verhindern.

 

 

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© Sabine Lotz zertifizierte EM-Beraterin